Kabale und Liebe

Kabale und Liebe

Spielfilm von Heinz Schirk
BRD 1980, 105 Min., Farbe
Verleih.-Nr.4291213

Stichworte: Literatur / Schiller / Spielfilm

Dieses frühe Theaterstück von Schiller - die Uraufführung war 1784 in Frankfurt a. M. - zeigt, dass Macht für den Dichter immer ein Gesicht , ein konkretes Gegenüber, hat. In der Kammerdienerszene, in der ein Vater, dessen Söhne Opfer des unmenschlichen Soldatenhandels sind, im Salon der Herzogsmätresse die kaltblütig-egoistische deutsche Fürstenpolitik anklagt, kommt die gesellschaftskritische und sozialrevolutionäre Komponente des Dramas am stärksten zum Ausdruck.

Kabale und Liebe

Der Herausgeber ersetzte damals den ursprünglichen Titel "Luise Millerin" durch den nicht nur effektvolleren, sondern auch den dramatischen Konflikt besser treffenden Titel "Kabale und Liebe": Die sich auf das gottbestimmte und naturgegebene Recht des Herzens berufende reine Liebe zwischen dem Major Ferdinand von Walter und dem Bürgermädchen Luise vermag sich gegen Standeskonventionen, Hofkodex und Karrieresucht nicht durchzusetzen - die Liebe muss vor der Intrige kapitulieren. Die Verfilmung hält sich vollkommen an das Schillersche Original und ist in ihrer konventionellen Inszenierung quasi die perfekte Illustration des Stücks. Hervorragende Leistungen zum Teil sehr bekannter Schauspieler wie Thekla Carola Wied oder Klausjürgen Wussow machen die Produktion zu idealen Unterrichtsverfilmung.


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